8. Frankenwald Wandermarathon 2019 - über 600 "wandersüchtige" starteten bei einem nassen Wetter in die 44 Kilometer lange Strecke

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Am 04.05.2019 sind über 600 Wanderverrückte in den 8. Wandermarathon im Frankenwald gestartet - und das bei Regen und gefühlten -2 Grad Celsius

 

 

Um 07.00 Uhr war es so weit. Der 8. Frankenwald Wandermarathon hat in Marktleugast gestartet, bei anfangs leichtem Regen. Laut Wetterbericht sollte der Regen später noch stärker werden – auch Schnee sollte dabei sein. Also haben wir ab dem Start bereits unsere Regenjacken angezogen und unsere Rücksäcke „wasserdicht“ eingepackt.

Der Veranstalter hat neben 17 Verpflegungsstationen auch 37 Erlebnisstationen auf der 44 Kilometer langen Wanderstrecke integriert.  Wir waren somit gespannt, was uns auf der Strecke alles erwartet. Auch waren wir gespannt, ob wir die über 1000 Höhenmeter ohne merkbare Blessuren überstehen – dazu später mehr.

Wie bereits oben erwähnt war um 07.00 Uhr der gemeinsame Pilgerstart mit über 600 Teilnehmer. Warum eigentlich Pilgerstart? Ganz einfach – wir haben ein Pilgerpass zum abstempeln erhalten. Insgesamt mussten 6 Stempel in kirchlichen Einrichtungen gesammelt werden. Eine schöne Idee - wir haben naürtlich alle gesammelt.

Die ersten 5 Kilometer bis Grünlas war der Regen noch nicht so stark, aber unser dauerhafter Begleiter. Das Teilnehmer Feld war noch sehr dicht. Bis nach Grünlas hatten wir bereits die ersten Erlebnisstationen

Neuensorg: Guten-Morgen-Klatscher

Großer Rehbach: Über die Glaubensbrücke

Vor Grünlas: Erster Anstieg gemeistert

hinter uns. An der Verpflegungsstation in Grünlas haben wir unseren Falt-Becher erhalten. Eine gute Idee – das spart unnötigen Plastikmüll.

Nach einer kurzen Pause ist es für uns weitergegangen. Der Regen wurde jetzt auch stärker – auch der Wind hatte ein wenig zugelegt. Nach weiteren ca. 4 Kilometer hatten wir Grafenhaig erreicht. Davor sind wir an den Erlebnisstationen

Schindelwald: Wichtiger Energieschub

Staafelsen: „Bild“ schöner Ausblick

vorbeigekommen. Kurz vor Grafenhaig gab es in Hohenreuth einen „durstlöschenden Wegweiser“. In Grafenhaig haben wir übrigens unseren Pilgerpass in der Heiligen-Geist-Kirche erhalten. Nach dem Abstempeln haben wir uns eine leckere Frankenwald-Brotzeit in der dortigen Sporthalle gegönnt und unser Glück beim schießen (Biathlon) versucht.

Nach dem Verlassen der Sporthalle wurde der Regen zu Schnee – ja Schnee. Aber nicht nur der Schneefall war ekelhaft – auch der Wind wurde stärker. Durch die „Nässe“ waren natürlich auch die Wanderwege teilweise mehr als schmierig und matschig. Aber das störte uns nicht – unser Ziel waren die 44 Kilometer! Grafenhaig war die erste Schuttel-Station – nach Auskunft des Veranstalters wurde diese bereits von einigen Teilnehmer rege genutzt.

Auf den nächsten 10 Kilometer haben wir an folgenden Erlebnisstationen eine Pause eingelegt

Guttenberger Hammer: Schau dem Schmied zu

Weidmesser Anstieg: Rückblicks Möglichkeit

Tannenwirtshaus: Traindorfer Engelsgruß

Im Steinwald: Blutdruck und Sauerstoff im Blick?

Am Steinberg: Wegelager aus dem Spessart

Plassenburgblick: Klebriger, süßer Stop

Steinbruch: Monster am Berg

Natürlich gab es bis Kupferberg auch diverse Verpflegungsstationen

Kleinrehmühle: Kleiner Probier-Fisch

Weidmeser Höhe: Löschtrunk mit Höhenspritzen

Straßenwirtshaus: Unsere Milch macht bärenstark

In Kupferberg wurde das Mittagessen in der Sporthalle durch die Feuerwehr organisiert. Es gab eine Kartoffel- und eine Linsensuppe. Beides schmeckte super. Dazu noch ein isotonisches Getränk und wir waren gestärkt für die nächsten 24 Kilometer. Wir haben den trockenen Ort auch zum Wechsel unserer Bekleidung genutzt. Wir mussten nach einem dauerhaften Regen feststellen, dass unsere Regenjacke von Sherpa Adventure Gear nach knapp 5 Stunden durch war. Unsere ca. 10 Jahre alte Mammut Jacke war dagegen komplett dicht. Der Wechsel der Bekleidung war wichtig, da der Schneefall nicht weniger wurde. Erst gegen 15.00 Uhr hatte der Schneefall nachgelassen und die Sonne blickte kurz durch. Bis nach Stammbach haben wir folgende Erlebnisstationen

Kupferberg: Einblick ins barocke Schmuckkästchen

Besucherbergwerk: rösten – pochen – schmelzen

Achatzmühle: Wärmstein vom Magnetberg

Herrenschrot: Der Budha im Frankenwald

Gundlitz: Kellergeister in der Gasse

Am Perlenbach: Majestätische Perle

Am Weißenstein: Fichtenmoped im Einsatz

Weißensteinturm: Das Höchste – Stein mit Aussicht

Natürlich ist das Essen an den Verpflegungsstation bis Stammbach für uns nicht zu kurz gekommen

Am Galgenberg: Süßes unterm Galgen

Siebengrün: Höhenerfrischung

Gundlitz: Mini-Würste und Durstlöscher

Singerweiher: Die Kuttler`s Anni aus Leuchertz

Weißweinstein: Kaffee & Kuchen

entdecken dürfen.

Nach ca. 35 Kilometer haben wir Stammbach erreicht. Hier haben wir in der Friedhofskirche einen weiteren Pilgerstempel erhalten. Beim Torwandschießen und Schießen mit dem Luftgewehr haben wir unser Glück versucht. Zum Trinken gab es natürlich auch etwas.

Nach der kurzen Rast haben wir uns auf den Weg nach Marktleugast gemacht. Vor uns lagen noch knapp 9 Kilometer. Im letzten Streckenabschnitt sind wir an den Erlebnisstationen

Förstenreuth: Schneewittchen und die blühende Stiefmutter

Roth: Frankenwald Weiber mit Kräuter-Trank

Ponyhof Steinbach: Tierische Einblicke

Steinbach: Sagenhaftes

Zechteich: Biotop Ranger und Anglerlatein

Marienweiher: Etwas für Geist und Seele

Wallfahrerweg: Der letzte Wallfahrt-Kilometer

Marktleugast: Mützen machen Laune, Unüberhörbarer Zielempfang, Endlich Massage, Red Lips

vorbeigekommen.

Die Verpflegungsstationen haben am Schluss nicht nachgelassen

Roth: Flachmann-Füllung, Bier und Wärscht

Marienweiher: Finaler Schluck gefällig

Marktleugast: Leckeres Abendbuffet

Fazit

Der 8. Frankenwald Wandermarathon in den Gemeinden Enchenreuth, Grafengehaig, Kupferberg, Marktleugast, Presseck und Stammbach war durch den Veranstalter (Frankenwald Tourismus) und den vielen freiwilligen Helfern super organisiert. Von Anfang (Frühstück in Marktleugast in der Sporthalle – *****Niveau) bis zum Ende (Abendessen in der Sporthalle Marktleugast - *****Niveau) war das Wandervent „Wandermarathon“ ein Erlebnis, dass wir so schnell nicht wieder vergessen werden. Wir können den 9. Wandermarathon 2020 jeden „wandersüchtigen“ empfehlen, der an seine Grenze gehen und die Region Frankenwald erleben möchte.

Wir bedanken uns nochmal bei allen Helfern und freuen uns schon auf nächstes Jahr. Jetzt haben unsere Füße eine kleine Pause verdient. Größere Blessuren sind zum Glück ausgeblieben ;-)

Impressionen zum Wandermarathon

 

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Weitere Informationen

  • Route Aufstieg: l
  • Dauer für Aufstieg: k.A.
  • Dauer für Abstieg: k.A.
  • Schwierigkeitsgrad: schwer
  • Klettersteig: nein
  • Schuhwerk: knöchelhohe Bergschuhe mit guter Profilsohle
  • Trittsicherheit: erforderlich
  • Schwindelfrei: nicht erforderlich
  • Weiterempfehlen: ja - ich würde die Tour wieder machen
  • Hinweis:

    Die Benutzung des Tourenberichtes erfolgt auf eigenes Risiko. Es wird keine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art übernommen.

Reiner

Ich bin seit meiner Kindheit viel in den Bergen unterwegs. Mit meinem Bergfreund Sebastian habe ich deshalb das Projekt wandersüchtig.de gestartet. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und würde mich freuen, wenn Ihr öfters bei uns vorbeischaut.