Reisebericht Nepal - unter Gebetsfahnen

Reisebericht Nepal - unter Gebetsfahnen by Klaus Hessenauer

Reisebericht Nepal

Nepal ist ein fantastisches Reiseland, nicht nur für Extrembergsteiger, die es jährlich zu den eisgepanzerten Gipfeln der Achttausender zieht, sondern auch, nein, gerade für Bergwanderer, Wandersüchtige aller Art. Vom ambitionierten Trekker bis zum Genusswanderer kommen alle auf ihre Kosten. Nicht zu vergessen Kulturreisende die in die Mystik des Buddhismus und Hinduismus eintauchen wollen. Die Kunstschätze der Königsstädte bieten dem kunsthistorisch interessierten Reisenden ein reiches Betätigungsfeld und dem Bergwanderer oder Trekker ein interessantes Rahmenprogramm für die Tage vor oder nach dem Trekking.

 

 

 (Namasté: Ein Sadhu (Asket) grüß mit Namasté „Ich grüße das Göttliche in dir!)

 

Nepal, bis 2008 das einzige Hindukönigreich der Welt, ist nun Republik. Die Fahne Nepals ist übrigens weltweit die einzige Nationalflagge, die nicht rechteckig ist. Sie besteht aus zwei übereinander angeordneten Wimpeln. Sonne und horizontaler Halbmond bedeuten, dass Nepal so lange bestehen wird wie Sonne und Mond. Die Zeitverschiebung beträgt +5:45 Std. UTC somit +4:45 Std. MEZ. Bemerkenswert 15 Minuten Differenz zur indischen Standardzeit, eine kleine Demonstration der Unabhängigkeit vom übermächtigen Nachbarn. Das Land ist mit 147 000 km2 etwas mehr als doppelt so groß wie Bayern, misst knapp 900 km in der Ost-Westausdehnung und 150 bis 250 Km von Norden nach Süden. Im Norden des indischen Subkontinents gelegen, erstreckt sich das kleine Land mit den großen Bergen vom subtropischen Terrai in der nordindischen Tiefebene, über die Vorgebirge des Himalaya, die Sivaliks und Mahabharat Berge, bis hinauf in die unwirtlichen Regionen der Fels- und Eiswüsten der höchsten Berge der Welt. Der geografisch tiefste Punkt liegt 60 m über dem Meer, an der südlichen Grenze zu Indien.

 

Der höchste, auf dem Gipfel des Mt. Everest, 8848 m hoch und markiert den Grenzverlauf zu Tibet. Acht der vierzehn Achttausender dieser Erde liegen in Nepal. Ethnisch ist Nepal ein Minoritätenmosaik. Von siebzig bis über hundert Stämme oder Volksgruppen werden gezählt, je nachdem wie fein man differenziert. Genauso vielfältig sind Sprachen und Dialekte. Überwiegend handelt es sich dabei um indo-arische und tibeto-birmanische Ethnien. Sie leben bewundernswert friedlich zusammen. Einer der prominentesten Volksstämme sind die Sherpas. Die Stammesbezeichnung wird oft als Synonym für geschickte und ausdauernde Hochgebirgsträger und Bergführer verwendet. Übersetzt bedeutet der Name: „Volk aus dem Osten“. Der Ursprung der Sherpas liegt im tibetischen Kulturraum. Sie kamen vor etwa fünfhundert Jahren über den Himalaya und siedeln nun hauptsächlich im Solu Khumbu, besser bekannt als die Region um den Mt. Everest. Kathmandu, die Hauptstadt Nepals, liegt geografisch nahe dem 27. Breitengrad und damit südlicher als Kairo. Eine ausufernde Millionenstadt, offizielle Einwohnerzahlen sind veraltet, Schätzungen gehen von einer bis zu drei Millionen Einwohnern aus. Eine faszinierende Mischung aus Altertum und Neuzeit. Götterschreine, Pagoden und Internetcafes vereint in unmittelbarer Nachbarschaft. Verwinkelte Gassen in der Altstadt und im Touristen- und Einkaufsviertel Thamel. Ein verwirrend buntes Gemisch an Auslagen der Händler und Souvenirverkäufer an jeder Ecke. Die Vielfalt der optischen Eindrücke wetteifert mit einer eigenwilligen Melange von Gerüchen aus Restaurants, Garküchen und den Abgasen eines nahezu unlösbar erscheinenden Knäuels aus Rikschas, sogenannten Tuk-Tuks, das sind kleine dreirädrige Transporter, Taxis und Motorrädern, um die Aufmerksamkeit der Sinne.

 

 

 

 (Kathmandu Durbar Square mit Tempeln und Pagoden und Patan auch Lalitpur die Schöne genannt eine der drei Königsstädte, Durbar Square)

 

 

 

 (Thamel quirliges Einkaufs- und Touristenviertel in Kathmandu)

 

 

 (Rikscha Fahrer ruht sich aus)

 

Zusammen mit Bhaktapur und Patan ist die Kapitale Nepals eine der drei historischen Königsstädte im Kathmandutal. Hervorgegangen aus dem Wettstreit der Malla-Könige um die eindrucksvollsten Bauwerke, findet man einen unglaublichen Reichtum an kunsthistorischen Schätzen auf engstem Raum. Nur wenige Schritte führen vom berühmten Durbar-Square über den großen, mit Ziegelsteinen gepflasterten Basantapurplatz zur legendären Freak-Street. In den 1960er Jahren der Dreh- und Angelpunkt der Flowerpower und Hippie-Szene im Lande. Seit der, damals freie, Haschischhandel Mitte der 1970er Jahre verboten wurde und Cannabis nur noch bei Sadhus, den heiligen Männern, geduldet wird, ist die Straße Legende. Geblieben sind immer noch einige Gästehäuser für Nostalgiker und Leute, die dem umtriebigen Thamel entfliehen wollen. Für Besucher ohne besondere Kunsthistorische Ambitionen sind dennoch folgende Stationen Pflichtprogramm: Boudhanath, buddhistisches Heiligtum und Heimat vieler Exiltibeter, Swayambunath, der Affentempel auf einem Hügel, etwa 2 Km vom Stadtzentrum entfernt und noch innerhalb der Ringroad und das hinduistische Heiligtum und Verbrennungsstätte Pashupatinath. Auch die Königsstädte Bhaktapur und Patan sind nach wie vor einen Besuch wert.

 

 

 

 (Nonne in Boudhanath vor Gebetsmühle und Boudhanath Stupa, buddhistisches Heiligtum und Pilgerort)

 

Trekking / wandern in Nepal

Die zwei Klassiker sind die Annapurna-Umrundung als die wohl meistbegangene Trekkingroute Nepals, gefolgt vom Everst-Base-Camp Trek. Es folgt die Langtang Region, und mit zunehmender Beliebtheit der Manaslu Circuit. Fast überall gibt es Variationsmöglichkeiten um die Standardrouten anzureichern oder auch dem Andrang in der Hauptsaison etwas aus dem Wege zu gehen. Darüber hinaus gibt es auch „stille Pfade“ in touristisch noch wenig frequentieren Landstrichen. Oft sind diese gar nicht weit von den populären Routen entfernt wie z.B. Mardi Himal oder Khopra Danda. Gemessen an europäischen Verhältnissen braucht es in Nepal die Bereitschaft zu Komfortverzicht, insbesondere abseits der Hauptstrecken. Grundsätzlich braucht man zum Trekking das sogenannte TIMS, eine Registrierung sowohl für Individualtrekker als auch für Mitglieder einer Reisegruppe. Dazu kommen Eintrittsgebühren für die Nationalparks die die Everestregion und das Annapurnagebiet umfassen. Manaslu, Mustang und Dolpo erfordern zusätzlich zum Teil teuere Permits.

 

Zum Everest Base Camp / Kala Pattar 5643 m

Natürlich träumen viele bergbegeisterte davon einmal den Mt. Everest aus nächster Nähe zu sehen. Kein Wunder also, dass der Everest Trek mit zu den am häufigsten frequentierten Routen gehört. Die meisten Trekker starten nach einem knapp halbstündigen Flug, zum Tenzing-Hillary Airport, in Lukla. Der Flugplatz wird oft als einer der gefährlichsten der Welt genannt. Tatsächlich ist der Anflug auf die, auf einer Bergterrasse gelegene Landebahn nicht ganz einfach, zumal es sich um Sichtflüge handelt. Zum Einsatz kommen nur sogenannte STOL Flugzeuge (Short Take Off and Landing). Aber auch diese sind auf ausreichende Sichtbedingungen angewiesen, sodass Flugausfälle, auch über mehrere Tage, immer wieder mal vorkommen. Wohl dem der dann einige Puffertage in Kathmandu hat, insbesondere wenn man den Heimflug erreichen muss.

 

 

 (STOL Flugzeug nach Landung in Lukla)

 

 

 

(Boarding Pass nach Lukla und Eintrittskarte nach Bhaktapur)

 

Da die Flüge immer frühmorgens gehen kann man nach der Ankunft in Lukla noch bequem bis Phakding wandern. Das hat den Vorteil dass man noch mal ins Dud Koshi Tal absteigt und die Höhenanpassung damit etwas tiefer beginnt. Der nächste Tag erfordert dann gleich einen schweißtreibenden Anstieg nach Namche Bazar, den Hauptort des Sherpalandes. Mit 3400 m erreicht man damit schon die Höhe stattlicher Alpengipfel. Spätestens jetzt ist verstärkt auf ausreichende Akklimatisierung zu achten. Der Körper muss sich an die geringere Sauerstoffzufuhr in großen Höhen erst gewöhnen. AMS (Acute Mountain Sickness), Höhenkrankheit ist ein ernst zu nehmendes Thema. Faustregeln zur Höhenanpassung lauten: Die Schlafhöhe pro Tag um nicht mehr als ca. 300-600 m zu steigern, wo dies topografisch nicht möglich ist, muss man entsprechend Ruhetage einlegen. Günstig wirkt sich ebenfalls die Regel „go high sleep low“ aus, d.h. wenn möglich tagsüber höher aufzusteigen als die Schlafhöhe am Abend. Außerdem ist auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Nicht nur schweißtreibende Aufstiege kosten Flüssigkeit, auch über die Atemluft verliert man durch die erhöhte Frequenz und trockene Gebirgsluft erheblich Flüssigkeit. Die Empfehlung in Namche Bazar einen Akklimatisationstag einzulegen sollte man ernst nehmen. Der Tag lässt sich hervorragend zu einem Abstecher nach Khumjung, mit einem Besuch des Sherpamuseums, oder der Besichtigung des „Yeti-Skalpes“ in der Gompa verbringen. Mit einem Besuch im Everest View Hotel nahe der 4000 m Grenze tut man auch gutes für die Akklimatisierung. Im Nachbarort Khunde ist das Hillary Hospital, eine unschätzbar wertvolle Einrichtung in der Region. Dort erhält man im Notfall auch medizinische Hilfe bei akuten Symptomen der Höhenkrankheit.

 

 

 

 (Manimauer unterwegs Steinplatten mit Mantras -Gebetsformeln- behauen und Hillary Bridge auf dem weg nach Namche Bazar

 

 

 

 (Manimauer unterwegs Steinplatten mit Mantras -Gebetsformeln- behauen und Sherpakinder unterwegs)

 

 

 

 (Chörten unterwegs im Hintergrund Ama Dablam, hl. Berg der Sherpas und Sherpani sitzt mit Malla (buddh. Rosenkranz) vor dem Haus)

 

 

 

 (Blick auf Namche Bazar, Hauptort des Sherpalandes und Sherpa Frau in der Küche einer Lodge)

 

Der weitere Wegverlauf führt im Anblick der Ama Dablam, dem heiligen Berg der Sherpas, nach Tengpoche (3800 m). Sehenswert dort das Kloster, spiritueller Mittelpunkt der Region. Es besteht die Möglichkeit am frühen Morgen an einer Puja, einer religiösen Zeremonie, teil zu nehmen. Das Mani Rimdu Fest im November ist ein einzigartiges Erlebnis. Weiter geht der Weg nach Pangpoche und Periche (4300m) dem höchsten ganzjährig bewohnten Ort in der Region. Nun sind es noch zwei Wandertage, über Lobuche nach Gorak Shep, inzwischen ein kleine Lodgesiedlung und letzter Übernachtungsort vor dem Kala Pattar oder Everest-Base-Camp.

 

 

 

 (Kloster Tengpoche, spirituelles Zentrum des Sherpalandes und unterwegs zum Ama Dablam Base Camp)

 

 

 

 (Klaus im Ama Dablam Base Camp und …unterwegs)

 

 

 

 (auf dem Weg nach Periche und Lobuche, Lodge Siedlung auf dem Weg zum EBC)

 

 

 

 (Yaks mit Versorgungsgütern unterwegs zu den Lodges und unterwegs nach Gorak Shep im Hintergrund der Pumori)

 

 

 

 (Kala Pattar, unscheinbarer brauner Hügel 5643 m hoch, Vorgipfel des Pumori 7161 m und Gipfelglück auf dem Kala Pattar 5643 m)

 

 

 

 (Blick zum Mt. Everest und Blick zum Mt. Everest rechts der Nuptse)

 

 

 (Lingtren und Khumbutse, Nachbarn des Mt. Everest)

 

Wer genug Kondition hat kann den Kala Pattar noch zum Abendrot besteigen. Der Aussichtsberg erscheint dem Wanderer zunächst als spitzer dunkler Hügel. Nur die unmittelbare Gipfelregion ist etwas felsig und vermittelt „Gipfelglück“. Der Blick zum Mt. Everest, Sagarmatha nennen ihn die Nepali, Chomolungma, Göttin Mutter Erde, die Tibeter ist alle Anstrengungen wert.. Das Everest Base Camp wird man in der normalen Trekkingsaison weitgehend verwaist vorfinden, da das Zeitfenster für den Gipfelsturm im Mai außerhalb der Wandersaison liegt. Auf dem Rückweg überspringt man Lobuche und geht bis Periche hinab. Wer vorher noch auf dem Kala Pattar war oder am Basecamp hat einen langen Tag! Natürlich könnte man auch in Lobuche oder weiter unten in Dughla noch mal übernachten. Generell ist es empfehlenswert die Nächte in Lobuche und Gorak Shep vorher zu reservieren. Hier sind die Kapazitäten begrenzt, in der Hauptsaison kann es eng werden! Viele nehmen dann den Aufstiegsweg auch für den Rückmarsch. Ich empfehle jedoch ab Pangpoche einen kleinen Umweg über das Sherpadorf Phortse, zu dem ein wunderschöner, aussichtsreicher Höhenweg führt. Von dort ein steiler Abstieg ist Tal des Dudh Koshi und ebenso steil wieder hinauf nach Mon-La, ein kleiner Ort mit mehreren Lodges und grandioser Aussicht zur Ama Dablam, Kangtega und Tramserku. Nach einer Stärkung kann man noch bis Khumjung oder weiter bis Namche Bazar gehen. Dort trifft man wieder auf den Aufstiegsweg der dann in einem oder zwei Tagen nach Lukla führt.

 

 

 

 (unterwegs nach Gokyo und auf dem Gokyo Ri (Anne und Klaus) 5360 m)

 

 

 (Tiefblicke vom Gokyo Ri zu einem der 5 Seen)

 

Varianten

Der Gokyo Ri 5360 m ist ebenfalls ein empfehlenswerter Aussichtsberg. Am einfachsten erreicht man die Hochalm von Namche Bazar aus über Khumjung, Mon La, Dole, und Macchermo. Als Ergänzung bietet sich der Chukhung Ri 5650 m an. Der Abzweig ins Tal des Imja Khola (Khola = Fluss) ist auf der Strecke von Pangpoche nach Periche. Beeindruckend sind dort die Blicke zur senkrecht abstürzenden Südwand des Lhotse. Die Ama Dablam präsentiert sich aus vollkommen anderer Perspektive. Etwas weiter lädt der Imja Tse (Island-Peak) versierte Alpinisten ein. Sicheres Gehen am Seil und mit Steigeisen ist allerdings Voraussetzung für den 6189 m hohen Gipfel (Permitpflichtig) Wer sich größere Höhen nicht zutraut, oder tatsächlich Probleme hat weiter aufzusteigen kann den Kala Pattar und EBC weglassen und ab Pangpoche über Phortse und Khumjung eine Rundwanderung nach Namche Bazar machen. Den Rückweg vom Kala Pattar kann man mit der Überschreitung des Cho La 5330 m (La = Pass) anreichern.

 

Nach einer Übernachtung in Dzongla erreicht man über Dragnag (Übernachtungsmöglichkeit) Gokyo und damit einen weiteren Trekkinggipfel, den man aufrechten Ganges und ohne Hilfsmittel erwandern kann. Das absolute Highlight für konditionsstarke Trekker ist die „Drei Pässe Runde“ Von Namche Bazar geht man nach dem Akklimatisierungstag nach Thame und dann in Richtung Nangpa-La den Grenzpass zu Tibet. Ein Abzweig führt nach Lungden zur Übernachtung und am nächsten Tag über den Renjo-La 5417 m nach Gokyo. Optionen dort sind eine Besteigung des Gokyo Ri und/oder eine tagesfüllende Wanderung in Richtung Cho Oyu, zum fünften See. Im weiteren Verlauf wird der Cho-La 5330 m überquert, und nach einer Nacht in Dragnag und/oder Dzongla erreicht man Gorak Shep am Fuße des Kala Pattar. Der dritte Pass, der Kongma-La 5535 m schließlich bringt uns in einem langen Tag nach Chukhung. Diese anspruchsvolle, in Teilstrecken hochalpine Tour kann noch mit einer Besteigung des Island-Peaks gekrönt werden, aber wie bereits erwähnt wird damit die Grenze vom Wandern zum Bergsteigen überschritten. Für den Rückweg bietet sich die Strecke über Tengpoche und ein Besuch des Klosters an.

 

Vor einiger Zeit habe ich eine Variante zur Akklimatisation ausprobiert und bin gut damit gefahren. Statt eines Anpassungstages in Namche Bazar sind wir nach Tengpoche gegangen, haben jedoch nicht in der unmittelbaren Nachbarschaft des Klosters übernachtet sondern etwa eine halbe Stunde weiter und 200 Meter tiefer! Von Pangpoche aus sind wir in einem Tagesausflug zum Ama Dablam Basecamp 4500 m aufgestiegen. Go high, sleep low! Ich habe 3 Tage später in Gorak Shep ausgezeichnet geschlafen, ein Zeichen für gute Höhenanpassung. Alle Wege und Pfade sind für trittsichere Wanderer begehbar. Höhere Anforderungen stellen die drei Pässe. Sie erfordern nicht nur gute Kondition, der Cho-La macht eine kurze Gletscherpassage notwendig. Stellenweise findet man Blockgelände vor. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung. Mit einem Wintereinbruch, Wettersturz und Schnee auch im Oktober und im Frühjahr muss jederzeit gerechnet werden. Dem sollte die Ausrüstung Rechnung tragen. Übernachten kann man durchgehend in Lodges, landestypischen Gasthäusern. Gemessen an westeuropäischen Ansprüchen ist die Bereitschaft zu Komfortverzicht notwendig. Die Verpflegung ist abwechslungsreich, Bergsteiger aller Herren Länder haben Rezepte hinterlassen So gibt es neben dem klassischen Dhal Bhat (Reis und Linsen) auch mehr oder weniger gelungene Pizzen, Rösti, jede Menge Nudelgerichte und auch Yak-Steaks sind nicht mehr tabu.

 

Alternativ zum Flug nach Lukla Kann man den Trek, nach einer tagesfüllenden Busfahrt in Jiri oder Shivalya beginnen. Dafür sind ca. 7 Tage zusätzlich einzuplanen. Da Täler und Höhenzüge quer zur Marschrichtung verlaufen ist ein stetiges Auf und Ab angesagt. Statt in Lukla kann man auch in Phaplu beginnen. Dorthin gibt es unregelmäßige Inlandsflüge und seit kurzer Zeit auch eine Jeep Verbindung ab Kathmandu. Bis Phakding sind weitere 3 Tage zu veranschlagen.

 

Die Etappen für den klassischen Everest - Trek

1. Tag : Kathmandu, Lukla, nach Phakding

2. Tag: Phakding nach Namche Bazar

3. Tag : Namche Bazar Akklimatisationstag/Tagestour

4. Tag : Namche Bazar nach Tengpoche

5. Tag : Tengpoche nach Periche

6. Tag : Periche nach Lobuche

7. Tag : Lobuche nach Gorak Shep evtl. Kala Pattar

8. Tag : Gorak Shep zum EBC oder Kala Pattar und zurück nach Periche

9. Tag : Periche nach Phortse

10. Tag : Phortse nach Khumjung/Namche Bazar

11. Tag : Namche Bazar nach Monjo oder Lukla

12. Tag : Monjo nach Lukla

13. Tag : frühmorgens Rückflug nach KTM

 

Natürlich kann man eine weitere Nacht in Gorak Shep einplanen um ganz entspannt Kala Pattar und EBC zu besuchen. Generell würde ich noch einen Reservetag zur freien Verfügung in die Planung aufnehmen. Auf Zeitangaben habe ich bewusst verzichtet, da diese häufig individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Fortsetzung folgt mit Annapurna

 

Hinweis:

Klaus ist auch Autor des Buches „Unter Gebetsfahnen Trekking und Reiseerlebnisse in Nepal“ Kein klassischer Reiseführer, eher ein Reiseverführer betont er.

Taschenbuch 240 Seiten, ISBN:  978-3-7431-9529-5, überall wo es Bücher gibt

Info und Bestellung auch beim Autor direkt: https://unter-gebetsfahnen.de/

 

Bilderliste:

Alle Bilder © Klaus Hessenauer jede weitere Nutzung -über eine kontextbezogene Veröffentlichung des o.a. Artikels hinaus- nur mit meiner ausdrücklichen Zustimmung.

Weitere Informationen

  • Route Aufstieg: siehe Artikel
  • Route Abstieg: siehe Artikel
  • Dauer für Aufstieg: k.A.
  • Dauer für Abstieg: k.A.
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Klettersteig: nein
  • Sehenswürdigkeiten: siehe Artikel
  • Schuhwerk: knöchelhohe Bergschuhe mit guter Profilsohle
  • Trittsicherheit: erforderlich
  • Schwindelfrei: erforderlich
  • Weiterempfehlen: ja - ich würde die Tour wieder machen
  • Hinweis:

    Die Benutzung des Tourenberichtes erfolgt auf eigenes Risiko. Es wird keine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art übernommen.

Klaus Hessenauer

Klaus Hessenauer ist im fränkischen Rothenburg o/T geboren und lebt im Saarland. Schon immer war er zusammen mit seiner Frau Anne gerne zu Fuß unterwegs. Ob in den Mittelgebirgslandschaften des heimischen Saarlands und im nahen Pfälzer Wald, ob Hüttentouren in den Dolomiten, ob auf Wanderinseln wie Teneriffa oder Madeira, oder den Westalpen. Seit 20 Jahren zieht es ihn immer wieder nach Nepal und die Berge des Himalaya. Zu Fuß von Nepal nach Tibet, zum Götterthron Kailash, über Ostnepal zur Teestadt Darjeeling und zum Kanchendzönga oder in die einzigartige Kultur Bhutans, immer ist Nepal gleichsam ein Scharnier und Basislager auch für Unternehmungen in den umliegenden Himalayaländern.

Klaus ist auch Autor des Buches „Unter Gebetsfahnen Trekking und Reiseerlebnisse in Nepal“ Kein klassischer Reiseführer, eher ein Reiseverführer betont er.

Taschenbuch 240 Seiten, ISBN:  978-3-7431-9529-5, überall wo es Bücher gibt

Info und Bestellung auch beim Autor direkt: https://unter-gebetsfahnen.de/