Donnerstag, 25 November 2010 08:44

Meraner Land - Ortlergruppe - Tablander Joch

geschrieben von 
Meraner Land - Ortlergruppe - Tablander Joch by wandersuechtig.de

Allgemeine Informationen

Nörderberg ist der Name der südlichen Talflanke des Vinschgaus. Oft wird er mit dem Sonnenberg, der nördlichen Talflanke, verwechselt. Der Nörderberg ist Teil der Ortlergruppe und wird von Prad im Westen und von Algund im Osten begrenzt. Im Gegensatz zum stark besonnten und sehr trockenen Sonnenberg, der an vielen Stellen baumlos ist und seltene Pflanzen/Tiere beheimatet, ist der Nörderberg dicht bewaldet und mit zahlreichen Bergbauernhöfen besiedelt. Im Winter liegt die Schneegrenze auf dieser Talseite wesentlich tiefer als auf der nördlichen Talseite. Ein Großteil des Nörderberges gehört zum Nationalpark Stilfser Joch.


Tour bereitgestellt durch www.komoot.de (Die Zeitangaben entsprechen nicht der tatsächlichen Gehzeit)

Tourenbeschreibung

Wir fahren Mitte Oktober mit dem Auto von Naturns aus nach Tabland (ital. Tabla). Im Schatten des dichten Waldes schlängelt sich die Teer- später Schotterstraße am Nördersberg  an diversen Höfen vorbei, bis zum Parkplatz (1487 m) am Bergweiler Tomberg unterhalb der Tablander Alm. Ab hier ist die Forststraße für den Verkehr gesperrt. Am Parkplatz lassen wir das Auto stehen und beginnen mit dem Aufstieg.


Hier folgen wir dem mäßig ansteigenden Fahrweg (Wegmarkierung Nr. 4), größtenteils entlang steiler Waldhänge, mit Blicken auf das Vinschgau


hinauf zur idyllisch gelegenen Tablander Alm (1758 m), welche wir nach ca. einer ¾ Stunde erreichen.


An der um diese Jahreszeit nicht mehr bewirtschafteten Tablander Alm folgen wir dem Steig (Wegmarkierung Nr. 5), welcher direkt rechts neben der Alm abzweigt. Nun verläuft der Weg zuerst über eine Wiese,


anschließend steil bergan, überwiegend durch Fichten-/ Lärchenwälder sowie Latschenkiefern und teils freien Hängen,


auf sehr schmalen Steig zu einer Weggabelung, an welcher rechterhand der Steig 18 B in Richtung (Drei Seen/Plombodenseen/Zirntalsee) abzweigt. Hier findet man auch eine Holztränke vor, an welcher auch zugleich die Baumgrenze liegt.


Das Gelände wechselt nun von Alpenrosenbewuchs in eine Felslandschaft mit viel Schrofenabschnitten und Schuttkehren. Auf dem bereits schneebedeckten Steig Nr. 5, weiter dem Bergkamm des Nörderberges entgegen,


gelangen wir über etliche Geröllfelder in weiteren 2,5 Stunden (ab Tablander Alm) zum Tablander Joch (2438 m). Da wir zum Zeitpunkt unserer Begehung bereits eine Schneehöhe von ca. 50cm vorfanden, gestaltete sich das Vorwärtskommen sowie das Auffinden der Wegmarkierungen im oberen Bereich etwas mühsam.


Aus diesem Grund entschieden wir uns am Tablander Joch dafür wieder den Rückweg


analog unserer Aufstiegsroute anzutreten.


Vom Tablander Joch besteht u. a. die Möglichkeit zum Naturnser Hochwart (2608 m) aufzusteigen. Der am Südhang unterhalb der  Drei-Hirten-Spitz (2546m) und zum Kräuterknott (2474 m) führende Weg ist nach Auskunft von Wanderfreunden aufgrund seines Ausbauzustands teilweise etwas schwierig und ausgesetzt. Er erfordert absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

FAZIT: Die Tour verläuft durch sehr schöne Waldhänge und bietet immer wieder besondere Ausblicke auf den Vinschgauer Sonnenberg und den dominierenden Gipfeln der Texelgruppe, den Ötztaler Alpen sowie der Ortlergruppe. Eine Tour zum, über andere Routen auch etwas unschwieriger erreichbaren Naturnser Hochwart, einem der schönsten Aussichtsgipfel Südtirols, dürfte bei geeigneteren Wetterbedingungen auf jeden Fall einen Aufstieg wert sein.

Weitere Informationen

  • Route Aufstieg: Parkplatz Tomberg - Wegmarkierung Nr. 4 - Tablander Alm - Wegmarkierung Nr. 5 - Tablander Joch
  • Route Abstieg: analog der Aufstiegsroute
  • Dauer für Aufstieg: 3 Stunden
  • Dauer für Abstieg: 2,5 Stunden
  • Ziel Höhe / Gipfel: 2438 m
  • Höhenmeter: 951 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Empfohlende Wandermonate: Mai - September
  • Klettersteig: nein
  • Sehenswürdigkeiten: Panorama, Natur
  • Einkehrmöglichkeit: Tablander Alm
  • Schuhwerk: knöchelhohe Bergschuhe mit guter Profilsohle
  • Trittsicherheit: erforderlich
  • Schwindelfrei: nicht erforderlich
  • Wanderkarte: Kompass Nr. 52
  • Weiterempfehlen: ja - ich würde die Tour wieder machen
  • Hinweis:

    Die Benutzung des Tourenberichtes erfolgt auf eigenes Risiko. Es wird keine Haftung für etwaige Unfälle und Schäden jeder Art übernommen.

Sebastian

Ich bin viel in den Alpen und im Mittelgebirge unterwegs.

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