Wir stellen vor: Wanderhosen für den jeweiligen Einsatzzweck

Wanderhosen: Verschiedene Arten und ihre Einsatzzwecke vorgestellt

Viele Wanderer starten ihre Touren nach wie vor in Jeans. Allerdings eignen sich die Baumwollhosen für sämtliche Wanderungen denkbar schlecht. Sie engen ein und saugen sich bei Regen in kurzer Zeit voll. Schnell ist die Jeans triefnass, was sich für den Träger äußerst unangenehm anfühlt und zu einer Unterkühlung führen kann. Zudem gerät man in einer Jeans leicht ins Schwitzen, wodurch sie regelrecht an der Haut klebt und noch mehr Bewegungsfreiheit nimmt. Ebenso wichtig wie die Wahl der geeigneten Wanderschuhe ist daher die Anschaffung einer funktionalen Hose. Wer jedoch schon einmal nach einer Wanderhose gesucht hat, wird sicher bereits festgestellt haben, dass die Auswahl groß, vielfältig und nicht immer übersichtlich ist. Es gilt, aus den verschiedenen Arten der Trekkinghosen ein geeignetes Modell auszuwählen.

Worauf kommt es beim Kauf einer Wanderhose an?

Moderne Wanderhosen bieten einige Eigenschaften und Funktionen, mit denen sie sich von gewöhnlichen Hosen unterscheiden. Das Team von schoeffel.de rät, beim Kauf von Funktionshosen auf die Details zu achten. Schon beim Material ist genaues Hinsehen sinnvoll. Gut geeignet sind elastische Stoffe, die zwar das Wasser abweisen, aber dennoch atmungsaktiv sind. Viele Wanderer wissen auch zu schätzen, wenn die Hose zahlreiche Taschen in unterschiedlichen Größen besitzt. Dann sind alle wichtigen Utensilien jederzeit griffbereit. Eine funktionale Wanderhose sollte außerdem einen guten Tragekomfort bieten. Deshalb sollte die Hose in aller Ruhe anprobiert werden, denn nur so stellt man fest, ob sie nach einiger Zeit nicht doch unbequem wird.

Welche Arten von Wanderhosen gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man bei Wanderhosen die folgenden Modelle:

  • Regenhosen

  • Softshell-Hosen

  • Wärmende Trekkinghosen aus Baumwoll-Polyester-Mischgewebe

  • Zip-Off-Hosen

Welche Hose gebraucht wird, hängt sowohl von den persönlichen Vorlieben als auch von dem bevorzugten Wandergebiet ab. In warmen Regionen reicht oft eine leichte Trekkinghose aus, während in regenreichen Gebieten eine Regenhose immer ins Gepäck gehört.

Regenhose

Die Regenhose wird in der Regel nicht zu Beginn der Wanderung schon angezogen, sondern für den Notfall im Rucksack transportiert. Dementsprechend ist es wichtig, dass sie kompakt und leicht ist. Lange Zipper an den Beinen sind von Vorteil, damit die Regenhose schnell über die Schuhe übergestreift werden kann. Wichtig ist aber, dass die Zipper abgedeckt und regendicht sind.

Softshell-Hose

Die Softshell-Hose eignet sich für nahezu alle Wander- und Bergtouren. Sie fühlt sich angenehm weich auf der Haut an, eignet sich für verschiedene Wetterverhältnisse und bietet viel Bewegungsfreiheit. Komplett wasserabweisend ist die Softshell-Hose zwar nicht, dafür ist die Atmungsaktivität aber gut. Einen kurzen Regenschauer oder anhaltenden Nieselregen weist die Softshell-Hose problemlos ab.

Wärmende Trekkinghose aus Baumwoll-Polyester-Mischgewebe

Wer im hohen Norden oder in anderen Gebieten mit kalten Wetterverhältnissen auf Wandertour geht, sollte sich für eine robuste Trekkinghose aus einem Baumwoll-Polyester-Mischgewebe entscheiden. Im Gegensatz zum Softshell-Gewebe ist es beinahe winddicht und weist Mückenstiche ab. Zudem lässt es sich mit einem speziellen Wachs behandeln, damit es wasserfest wird.

Zip-Off-Hose

Die Zip-Off-Hose wird dem bewährten Zwiebelschalenprinzip gerecht, nach dem sich alle Wanderer kleiden sollten: Hier lassen sich die Hosenbeine über dem Knie abtrennen, wodurch die lange Hose in Windeseile zur Bermuda wird. Gerade für Wandertouren in wärmeren Gebieten ist eine solche Hose ideal. Sie besteht meist aus einem dünnen Synthetik-Material, das den Schweiß gut ableitet, sodass die Hose schnell trocknet. Durch den weiten Schnitt kann viel Luft an die Beine gelangen.

Sechs nützliche Eigenschaften von Wanderhosen

Egal, für welche Art von Wanderhose man sich entscheidet, man sollte beim Kauf darauf achten, dass die Hose die folgenden sechs Eigenschaften mitbringt.

1. Stichschutz

Gerade in Problemregionen sollten nur stichfeste Outdoor-Hosen getragen werden, die zuverlässig vor den Stichen von Mücken und anderen Stechinsekten schützen.

2. UV-Schutz

Kleidung mit UV-Schutz spielt bei allen Outdoor-Aktivitäten und deshalb auch beim Wandern eine wichtige Rolle. Dementsprechend sollte auch die Wanderhose über einen UV-Schutz verfügen. Gerade in sonnenreichen Regionen ist ein UV-Schutz von mindestens 30 zu empfehlen, um Sonnenbrand, Hautkrebs und vorzeitige Hautalterung zu vermeiden.

3. Mit praktischen Taschen ausgestattet

Hosentaschen sind auf jeden Fall praktisch. Kleine Taschen mit Reißverschlüssen eignen sich für alle wichtigen Utensilien, die bei der Wanderung nicht fehlen dürfen, wie die Geldbörse oder das Smartphone. Größere Hosentaschen hingegen bieten die Möglichkeit, auch die Wanderkarte so zu verstauen, dass sie jederzeit griffbereit ist.

4. Ziehbund

Ein verstellbarer Ziehbund an den Hosenbeinen vermeidet, dass Insekten von unten in die Hose gelangen. Auch ein unangenehmes Hochrutschen wird so unmöglich.

5. Bereiche mit verstärktem Material

Im Idealfall besteht die Wanderhose im Gesäß- und Kniebereich aus einem verstärkten Material, da diese Bereiche besonders stark beansprucht werden. Gerade bei härteren Touren lässt sich die Lebensdauer der Hose so erheblich verlängern.

6. Windabweisend

In kalten Wanderregionen ist nicht selten der Windchill-Faktor extrem zu spüren. Dann ist es empfehlenswert, eine windabweisende Hose zu wählen. Das gilt insbesondere für Wanderungen, die bis zum frühen Abend dauern, wenn die Temperaturen empfindlich kalt werden.

Reiner

Ich bin seit meiner Kindheit viel in den Bergen unterwegs. Mit meinem Bergfreund Sebastian habe ich deshalb das Projekt wandersüchtig.de gestartet. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und würde mich freuen, wenn Ihr öfters bei uns vorbeischaut.