Wandern für die Seele – Warum Wandern nicht nur dem Körper gut tut

Wandern für die Seele – Warum Wandern nicht nur dem Körper gut tut

Dass Wandern gut für die Gesundheit ist, ist allgemein bekannt. Dabei denken die meisten nicht unbedingt an die körperliche Fitness: Regelmäßiges Wandern stärkt das Immun- ebenso wie das Herz-Kreislaufsystem, senkt zudem das Krebsrisiko und verbrennt ordentlich Kalorien. Wer regelmäßig wandert, weiß: weite Strecken zu laufen wirkt sich nicht nur positiv auf die körperliche Gesundheit aus, sondern auch auf die Psyche. Wer trotzdem bislang noch Schwierigkeiten hat sich zum regelmäßigen wandern zu motivieren, findet vielleicht in den folgenden Punkten einen Anreiz. Zum wandern braucht es nicht viel Equipment. Ein Paar feste Schuhe, atmungsaktive Oberbekleidung, gegebenenfalls einen Wanderstock, einen passenden Rucksaklos und geht’s! Die nötige Ausrüstung erhalten Sie beispielsweise hier.

1. Sie schlafen besser

Gute Neuigkeiten für all diejenigen mit Ein- oder Durchschlafproblemen: Wer regelmäßig Zeit in der Natur verbringt, verbessert seine Schlafqualität erheblich. Dabei sollten Sie jedoch darauf achten, sich am späten Abend nicht mehr allzu sehr zu verausgaben, da jede Form von Aufregung – und dazu zählt auch Sport – Sie erst einmal wach hält. Es wird daher empfohlen, nach Möglichkeit in den Morgenstunden wandern zu gehen und sich am Abend lediglich leichten Touren zu widmen. Ein gelassener Spaziergang bietet hier eine passende Alternative.

2. Sie sind ausgeglichener

Wer unter Nervosität, seelischen Angstzuständen oder psychischen Belastungen leidet, schafft durch regelmäßige Bewegung den nötigen Ausgleich. Durch die Bewegung bauen Sie Stress ab und sehen die Dinge anschließend oft viel klarer. Wer zu psychischer Labilität neigt, kann schon mit längeren Spaziergängen sein Nervenkostüm stärken. Vor allem Waldböden sorgen bei sehr kopflastigen Menschen für mehr Bodenhaftung. Wer regelmäßig wandert, legt sich so Reserven zu, die für mehr Halt und Erdung im Alltag sorgen.

3. Wandern macht schlau

Wandern befreit und hilft beim Abschalten. Nicht ohne Grund offenbaren sich gerade beim Wandern oft ganz neue Perspektiven: Wie aus dem Nichts eröffnen sich uns plötzlich Lösungsansätze zu schier unüberwindbaren Problemen. Wer regelmäßig wandert, steigert zudem seine allgemeine Konzentrationsfähigkeit und überzeugt im Alltag durch einen wachen und klaren Verstand. Dies ist auf eine erhöhte Sauerstoffversorgung des Gehirns zurückzuführen, die Denkprozesse ankurbelt und Blockaden auflöst.

4. Wandern stärkt das Selbstbewusstsein

Der bewusste Entschluss wandern zu gehen wirkt sich auch positiv auf unser Naturell aus: Denn wer Verantwortung für sich selbst übernimmt, wird auch im Alltag ein Mensch, der aktiv und kompetent zur Tat schreitet. Gerade schüchterne und zurückhaltende Menschen können durch regelmäßige Wandetouren ihr Selbstbewusstsein stärken. So entwickeln Wanderer meist ein sehr positives Körpergefühl, das gerade unsicheren Menschen dabei hilft, ihre Befangenheit abzulegen. Denn wer sich wohl in seiner Haut fühlt, bewegt sich auch sicherer durchs Leben. Erfolgserlebnisse, die durch den Einfluss der Natur versterkt werden, wirken sich zusätzlich positiv auf das Selbstwertgefühl aus. Dadurch wächst auch der Mut, private und berufliche Gelegenheiten beim Schopfe zu packen.

5. Wandern macht attraktiv

Wer sich viel bewegt, hält nicht nur seinen Körper fit, sondern entwickelt auch ein positives Körperbewusstsein. Gerade hier gilt: Der Weg ist das Ziel. Die regelmäßige Bewegung und sorgt für eine positive Ausstrahlung – und die macht attraktiv. Allein das Gefühl, etwas für sich und seinen Körper getan zu haben, ist dabei oft schon ausschlaggebend. Und wer mit sich und der Welt im Einklang ist, wirkt von Natur aus zugänglicher und sympathischer.

6. Wandern hält jung

Gerade ältere Wanderer können gegenüber untrainierten Altersgenossen eine größere Lebenszufriedenheit vorweisen. Ausgeglichenheit und ein gesteigertes Wohlbefinden sorgen für eine bewundernswerte Gelassenheit, von der sich viele Jüngere noch eine Scheibe abschneiden können. Doch Vorsicht: Wer vorher nie längere Strecken zurükgelegt hat, für den kann die ungewohnte Belastung ein Gesundheitsrisiko darstellen. Es bietet sich an anfänglich zu Wander- oder Trekkingstöcken zu greifen und mit lockeren Spaziergängen zu beginnen. Auch Schwimmen ist eine tolle, gelenkschonende Alternative, die zum Aufbau von Fitness und Ausdauer hilfreich ist.

7. Wandern schützt vor Depressionen

In unserer Leistungsgesellschaft gehören Depressionen zu den häufigsten seelischen Erkrankungen. Bei leichten Verstimmungen und mittelschweren Depressionen trägt Wandern oft schon maßgeblich zur Verbesserung des psychischen Befindens bei. Durch die Bewegung werden Endorphine und Katecholamine ausgeschüttet, unter deren Mangel Betroffene oft leiden. Die zusätzliche Bewegung in der Sonne sorgt für die Aufnahme von Vitamin D, welches das allgemeine Wohlbefinden zusätzlich enorm steigert. So kann regelmäßiges Wandern ein erster Weg aus der Depression sein, welche sich unter anderem durch Inaktivität und Antriebslosigkeit bemerkbar macht. Die Regelmäßigkeit, mit der das Wandern verbunden ist, bildet zusätzlich einen wichtigen seelischen Anker im Leben der Betroffenen. Wer häufig zu Depressionen neigt, für den bietet das Wandern außerdem eine Möglichkeit, der Erkrankung vorzubeugen, da sportlich aktive Menschen nachweislich seltener unter Depressionen leiden als Nichtsportler.

Fazit: Wandern steigert das allgemeine Wohlbefinden maßgeblich und ist eine der effizientesten und einfachsten Methoden, körperlichen sowie seelischen Erkrankungen vorzubeugen. Das Gefühl, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, führt langfristig zu mehr Selbstakzeptanz und stärkt das Selbstbewusstsein enorm. Um einen positiven Effekt zu erzielen, müssen Sie nicht zum Leistungssportler werden – es genügen schon regelmäßige ausgiebige Spaziergänge. An drei Tagen die Woche 90 Minuten spazieren reicht schon aus, um das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.

 

Reiner

Ich bin seit meiner Kindheit viel in den Bergen unterwegs. Mit meinem Bergfreund Sebastian habe ich deshalb das Projekt wandersüchtig.de gestartet. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und würde mich freuen, wenn Ihr öfters bei uns vorbeischaut.